Kleiner Jubel

»Ach, es könnten viel mehr große Autoren bei Knaur für 2, 85, mit bunten Bildern für den Zeitungsstand der Bahnhöfe geziert, erscheinen – es wäre gar kein Sakrileg, höchstens eines an der guten Unterhaltungsliteratur.«

Wer weiß, wer weiß, vielleicht hängt ja seitdem in den Münchner Verlagsräumen ein Bild von Tucholsky, mit Dartpfeilen jederzeit bereitliegend. 😉

Vielleicht aber auch nicht, vielleicht liegt es wirklich nur an einer gewissen Humorlosigkeit der zuständigen Stellen, dass man sich entschloss, den im Vergleich doch eher kleinen Verlag »Voland & Quist« wegen des Titels »Die schönsten Wanderwege der Wanderhure« zu verklagen. Man befand, hier würde unzulässig versucht, aus der Bekanntheit der »Wanderhure«-Reihe Kapital zu schlagen.

Die Sache schlug hohe Wellen (die dieser Tage virulente Frage, was denn Satire dürfe, kam auch hier zum Tragen) und endete nun mit einer Spende in Höhe von 12.500 € (das macht für jedes Jahr seit Tuchos Geburt genau 100 €) an das Kurt Tucholsky Museum in Rheinsberg, die am Freitag in Rheinsberg übergeben wird.

Wie es dazu kam, lässt der Verlag in seinem abschließenden Beitrag im Verlagsblog noch einmal Revue passieren.

»Kleiner Jubel in Fransen« heißt übrigens der eingangs zitierte Text Tuchos zu Unterhaltungsliteratur, der hier bei textlog nachzulesen ist.

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2 Gedanken zu “Kleiner Jubel

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