Presseschau zum Tod von Volker Kühn

Volker Kühn war eine der ganz wichtigen Persönlichkeiten des deutschen Kabaretts. Nicht nur, weil er selbst wichtige und wesentliche Beiträge als Autor, Regisseur und Produzent geliefert hat, sondern auch, weil er ein intimer und exzellenter Kenner der Kabarettgeschichte war. Seine Leistungen für die Kabaretthistorie sind gar nicht hoch genug einzuschätzen.

Natürlich spielte Tucholsky in seinem Werk eine erhebliche Rolle, das allgemein populärste Ergebnis ist möglicherweise das Programm »Fisch sucht Angel oder: Die Dame im Bett hat immer Recht«, das mit Werner Plathe und Katharina Lange auf CD erschienen ist (und hier bei spotify gehört werden kann).

Ausgezeichnet wurde Kühn in den letzten Jahren mehrfach, so mit dem Bundesverdienstkreuz, einem Stern der Satire und im vorigen Jahr mit der Ehrenmitgliedschaft bei der Kurt Tucholsky-Gesellschaft. Bei dieser Gelegenheit erlebte ich ihn zum ersten Mal (und nun wohl offenkundig auch letzten Mal, eventuelle Jenseitserfahrungen einmal ausgenommen). Obwohl bereits deutlich von der Krankheit gezeichnet, versprühte er eine unbändige Lebensfreude, einen unbezähmbaren Witz und einen unbeugsamen Geist. Dieser ist nun von uns gegangen.

Die Kulturredaktionen verschiedener Medien haben sich mit Würdigungen geäußert, ein kleiner Überblick soll hier gegeben werden:

Beginnen möchte ich mit einer Ankündigung: Morgen, 23.09.2015 um 21:05 Uhr sendet Deutschlandradio Kultur eine einstündige Gedenksendung unter dem Titel »Kleinkunst? Was, um alles in der Welt, ist dann Großkunst?!«.
Diese Sendung sei hiermit mit Nachdruck empfohlen.

Deutschlandradio Kultur ging auch in den Kulturnachrichten vom Sonntag auf Kühns Tod ein.

Die dpa-Meldung wurde von der FAZ und dem Stern recht ausführlich wiedergegeben. Auch der Nachruf bei 3Sat stützt sich im Wesentlichen darauf. Sie bietet einen guten Überblick zu Leben und Werk.

Bei nachtkritik.de erschien eine etwas ausführlichere Würdigung.

Im Tagesspiegel hat Christian Schröder einen Nachruf unter dem Titel »Ich lache Tränen, heule Heiterkeit« geschrieben.

Bei der Frankfurter Rundschau zeichnet Judith von Sternburg für den Nachruf verantwortlich.

Bei der Berliner Zeitung betitelte Birgit Walter ihre Würdigung mit »Der Virtuose im Hinschauchruf«.

Nachtrag (25.10.2015):
Im Blättchen erschien unter dem Titel »Kleinkunst als Großkunst« ein Nachruf von Frank-Burkhard Habel.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Presseschau zum Tod von Volker Kühn

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s