Kurt Tucholsky: Großstadt-Weihnachten | Sätze & Schätze

»Großstadt-Weihnachten«, ein früher Tucholsky-Text, ist ein wundervolles Beispiel für zwei Aspekte:

a) Die Unbekümmertheit des jungen »Vorkriegs-Tucholsky«. So unbeschwert (siehe hierzu auch »Rheinsberg« als wahrscheinlich bekannteste Arbeit aus dieser Zeit) wird er nach dem Weltkrieg nie wieder schreiben. Da ist eine Leichtigkeit in diesem Text, eine geradezu jugendliche Verspieltheit, das kommt später nicht mehr [ja klar, wir werden alle älter, aber hier ist doch ein klarer Bruch, der wohl nur wenig mit der bloßen Anzahl an Jahren zu tun ha].

b) Tucholskys ungebrochene Aktualität. Da mag der eine oder andere Begriff etwas aus der Mode gekommen sein, aber ansonsten passt der Text noch immer perfekt. Die Frage hierbei ist nun: Ist Tucholsky ein unfassbar genialer Beobachter oder entwickeln wir uns nur einfach nicht weiter?

Darüber kann die geneigte Leserschaft ja nun über die Feiertage etwas grübeln, zuvor jedoch sei noch zur Lektüre des Textes drüben bei Sätze & Schätze geraten, wo er heute kalendarisch passend präsentiert wurde und damit den Anstoß zu meinen kruden Gedanken gab: Kurt Tucholsky: Großstadt-Weihnachten | Sätze & Schätze

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