Neuerscheinung: Rezensenten gesucht

plakatkaestner-6b4d394fIm Literaturhaus München wird zur Zeit (bis zum 14.02.2016) eine Ausstellung über Leben und Werk Erich Kästners unter dem Titel »Gestatten, Kästner!« gezeigt, die u.a. vom Deutschen Literaturarchiv Marbach kuratiert wurde, wo der nunmehr vollständige Nachlass des Autors aufbewahrt und bearbeitet wird.

Bemerkenswert ist, dass in dieser Ausstellung die brisanten Themen um die Bewertung von Erich Kästners sogenannter „innerer Emigration“ (1933-1945) nur mit Nebenbemerkungen gestreift werden (Kat. S.37), die nur ein eingeweihter Leser einordnen kann.

So wird die teilweise Verbindung Kästners zum Propagandaministerium der Nazis ebenso verklausuliert wie seine zeitweise Duldung, unter Pseudonym unbehelligt und einträglich zu publizieren.

Auch die berechtigte Diskussion um die uneheliche Vaterschaft im Fall von Erich Kästner, die in der damaligen Berliner und Münchener Ausstellung zum 100. Geburtstag des Autors dokumentiert wurde, findet im Literaturhaus nur eine Randbemerkung: »Aus den Spannungen im Elternhaus heraus mag auch später das Gerücht aufgekommen sein, dass Emil Kästner nicht Erichs leiblicher Vater gewesen sei.« (Katalog S.12) Kein Wort über den vermutlichen Vater, dem Hausarzt der Familie, dem jüdischen Sanitätsrat Dr. Emil Zimmermann. Ein Faktum, das für Kästners Biographie und sein Verhalten mehr als nur eine Randnotiz sein dürfte – ein jüdischer Vater barg doch ein erhebliches Gefahrenpotential für Leib und Leben im Deutschland der Jahre 33-45.

vogelcoverkplt150hIn seinem frisch erschienen Buch »Was darf die Satire? Kurt Tucholsky und Erich Kästner – ein kritischer Vergleich«  versucht Literaturprofessor Harald Vogel die ausgesparte Diskussion in seinen kritischen Vergleich einzubeziehen und die ausgeblendete Diskussion neu zu beleben und zu belegen. Als Diskursfolie eignet sich dabei der korrespondierende Vergleich der beiden Weltbühne-Autoren Kurt Tucholsky und Erich Kästner.

Ich bin in  der glücklichen Lage, fünf Exemplare dieses Buchs an interessierte Rezensenten abgeben zu können. Bei Interesse bitte kommentieren oder eine email an tucholsky125@gmail.com schreiben.
Weitere Informationen zum Buch finden sich auf der Verlagswebsite.

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