Birken und was sie so machen

Es ist eine bis heute ungeklärte Frage, der sich Tucholsky als Peter Panter 1929 in seinem Text »Mir fehlt ein Wort« widmete:

Ich werde ins Grab sinken, ohne zu wissen, was die Birkenblätter tun. Ich weiß es, aber ich kann es nicht sagen. Der Wind weht durch die jungen Birken; ihre Blätter zittern so schnell, hin und her, dass sie … was? Flirren? Nein, auf ihnen flirrt das Licht; man kann vielleicht allenfalls sagen: die Blätter flimmern … aber es ist nicht das. Es ist eine nervöse Bewegung, aber was ist es? Wie sagt man das? Was man nicht sagen kann, bleibt unerlöst – ›besprechen‹ hat eine tiefe Bedeutung. Steht bei Goethe ›Blattgeriesel‹? Ich mag nicht aufstehen, es ist so weit bis zu diesen Bänden, vier Meter und hundert Jahre. Was tun die Birkenblätter –?

Bereits seinerzeit gab es umfangreiche Antworten, allerdings waren diese nicht so recht befriedigend, wie im Folgebeitrag »Was tun die Birken?« nachzulesen ist, der mit den Worten schließt:

Mein Gott, was tun die Birkenblätter –? Brunhild, komm her und stell dich unter einen Birkenbaum. Ich seh dich an – schauer mal. Fühlst du den Unterschied? Was tun sie? Ich werde dahingehen und es nicht gesagt haben.

Erneut widmete sich Anfang des Jahres nun der Blog mannigfaltiges dieser Frage im Beitrag Nicht schon wieder!, auf den hiermit freundlich verwiesen sei.

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